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Routing eingehender Anrufe

Die Optionen für das Routing eingehender Anrufe hängen davon ab, ob das System auf den Modus TK-Anlage oder Tasten eingestellt ist.

Tastenmodus

Bei einem eingehenden externen Anruf steuern die folgenden Optionen, wo der Anruf präsentiert wird:

Leitungspräsentationstasten
Der Anruf wird auf einer Leitungspräsentationstaste signalisiert, die der Leitung entspricht. Jede Leitung verfügt über eine Leitungsnummer, die den Leitungspräsentationstasten auf den Benutzertelefonen zugeordnet werden kann. Ein Benutzer kann den Anruf entgegennehmen, indem er auf die Leitungspräsentationstaste seines Telefons drückt, die den Anruf signalisiert.
Anz. Leitungen
Standardmäßig wird bei der Systeminstallation allen Analogleitungen im System eine Leitungspräsentationstaste zugeordnet. Die Leitungen werden für alle Benutzer beginnend mit Taste 03 aufwärts in der Reihenfolge der Leitungsnummerierung zugewiesen.
Leitungszuweisung
Über eine individuelle Benutzertastenprogrammierung kann jede programmierbare Taste zur Leitungspräsentation für eine bestimmte Leitung konfiguriert werden.
Zielrufnummer der Übergabe
Für jede Leitung kann mit der Einstellung Zielrufnummer der Übergabe ausgewählt werden, ob ein auf dieser Leitung eingehender Anruf nicht nur auf der entsprechenden Leitungspräsentationen signalisiert wird, sondern zusätzlich gemäß einer der folgenden Optionen. Bei PRI- und BRI-Amtsleitungen ist es nicht möglich zu wissen, auf welchem der Amtsleitungskanäle eingehende Anrufe ankommen. Daher sollten in den meisten Fällen die Zielrufnummer der Übergabe sowie andere Einstellungen für jede Leitung der Amtsleitung auf die gleichen Werte gesetzt werden.
Nebenstelle für Übergabe
Der Anruf wird bei einer ausgewählten Übergabe-Nebenstelle auf einer Intercom-Taste signalisiert. Die Einstellungen des Benutzers für die Anrufübergabe, VMS-Übergabe und Anrufweiterleitung werden auf den Anruf angewendet. Jede Nebenstelle kann als Ziel verwendet werden, auch eine Phantom-Nebenstelle.
Sammelanschluss
Der Anruf wird der Reihe nach den einzelnen Mitgliedern eines ausgewählten Sammelanschlusses präsentiert, bis er beantwortet wird. Jeder der sechs sequenziellen Sammelanschlüsse kann als Ziel verwendet werden.
Übergabe an Automatische Weitervermittlung
Jede Leitung kann so konfiguriert werden, dass nicht beantwortete Anrufe nach einer festgelegten Verzögerung der automatischen Weitervermittlung übergeben werden. (Die Verzögerung kann für eine unmittelbare Beantwortung auf 0 gesetzt werden.) Diese Funktion kann für den Tag- und Nachtbetrieb des Systems festgelegt werden. Verwenden Sie dazu für jede Leitung die Einstellungen VMS-Planung, VMS-Verzögerung - Tag, VMS-Verzögerung - Nacht und Automatische Weitervermittlung an Voicemail.

 

Sie können das oben aufgeführte normale Anruf-Routing wie folgt außer Kraft setzen:

DID-Anrufzuordnung
Für für BRI, ETSI PRI und PRI-Amtsleitungen gilt: Wenn der eingehende Anruf einer konfigurierten DID- und/oder ICLID-Nummer entspricht, wird die für die DID/ICLID-Übereinstimmung geltende Zielrufnummer der Übergabe verwendet und nicht die für diese Leitung festgelegte Zielrufnummer der Übergabe. DID kann auch auf einigen Typen von T1-Amtsleitungen verwendet werden.
SIP Call-by-Call-Tabelle
Entspricht der eingehende Anruf einem konfigurierten URI, wird er der Nebenstelle oder Gruppe präsentiert, die in der Call-by-Call-Tabelle der SIP-Leitung festgelegt ist.
Nachtbetrieb
Der Wechsel auf Nachtbetrieb setzt das Routing der Anrufe an Übergabe-Zielrufnummern außer Kraft. Stattdessen werden die Anrufe den Benutzern signalisiert, die Mitglieder der Nachtbetrieb-Gruppe sind. Die Einstellungen für die automatische Weitervermittlung (VMS-Planung) kann auch variieren in Abhängigkeit davon, ob sich das System im Nachtbetrieb befindet oder nicht.

 

Modus „TK-Anlage“

Im Modus TK-Anlage wird eine neue Gruppe, die Operatorgruppe, als Standardziel für Anrufe verwendet. Zu dieser Gruppe gehört die erste Nebenstelle auf dem System.

Bei analogen Amtsleitungen wird die für die betreffende Amtsleitung festgelegte Zielrufnummer der Übergabe standardmäßig auf die Operatorgruppe gelegt. Dies kann bei Bedarf geändert werden.
Bei PRI- und BRI-Amtsleitungen wird das Routing aller eingehenden Anrufe über die DID-Anrufzuordnung vorgenommen. Jede DID-Tabelle hat eine nicht löschbare Standardroute, die für Anrufe verwendet wird, die keinem anderen spezifischen DID-Eintrag entsprechen. Das Ziel für diesen Standardeintrag ist die Operatorgruppe.
SIP-Amtsleitungen werden standardmäßig dem Call-by-Call-Betrieb zugewiesen, wieder mit der Operatorgruppe als Call-by-Call-Standardziel.

 

Die folgenden neuen Ziele sind für eingehende Anrufe verfügbar:

Operatorgruppe
Diese Gruppe ist das Standardziel für alle eingehenden Anrufe. Zu der Gruppe gehört die erste Nebenstelle auf dem System, doch kann die Gruppe so bearbeitet werden, dass sie andere Nebenstellen enthält.
Anrufgruppen
Im Tasten-Modus werden diese vier Gruppen nur intern verwendet. Im TK-Anlagen-Modus sind diese Gruppen ebenfalls als Ziele für Anrufe auf Amtsleitungen verfügbar, und zwar bei der Auswahl vonZielrufnummer der Übergabe, bei DID-Anrufzuordnung und bei SIP-Call-by-Call-Tabellen. Eine Anrufgruppe kann auch als Ziel für die automatische Weitervermittlung ausgewählt werden.

 

Modus Nachtbetrieb

Bei Nachtbetrieb des Systems werden in beiden Modi alle eingehenden Anrufe neu zu den Benutzern geroutet und dort signalisiert, die Mitglieder der Nachtbetriebs-Gruppe sind - außer die Anrufe, denen durch spezifische DID-Anrufzuordnungen oder SIP-Call-by-Call-Tabellen andere Zielrufnummern zugeordnet sind.

 

 

 

© 2020 AVAYA
- Ausgabe 06.b.–
15:07, 22 July 2020
(incoming_call_routing.htm)

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Zuletzt geändert: 24/05/2012